Berlin

Ein Attentat in Berlin!!! “Es kann nicht wahr sein! Es ist ein Unfall! Die Leute irren!” Das waren meine Gedanken gestern. Wie ein Nizza Déjà-vu flackerte es mir aus dem Fernseher entgegen. Nur diesmal ist es meine Heimatstadt, am 19.12.20016 ein normaler Montag! Eine Stadt, in der ich mich sicher fühlte, eine Stadt, die ich liebe, trotz schmutziger Ecken und teils unfreundlicher Menschen. Eine bunte Stadt, eine Stadt, die für jeden einen Platz hat. Berlin hat Herz und ich bin so gern eine Berlinerin!

 

Vor dem Fernseher war ich so unendlich froh, daß ich wußte, daß meine kleinen Kinder in ihren Bettchen ruhten, unberührt und heil. Aber sie Sorge nach meinen Verwandten und Freunden breitete sich in mir aus und ich wurde immer verzweifelter! Es kamen Tränen, nicht nur der Sorge, sondern Tränen der Verzweiflung. Was für eine Welt ist das geworden? Wo sind die Politiker? Warum tut keiner etwas?

Wie sage ich es meinen Kindern?

Nie hätte ich gedacht, daß ich Angst haben werde meine Kinder in die Schule und in den Kindergarten zu schicken. Am liebsten möchte ich sie bei mir behalten, sie nie wieder loslassen. Gleichzeitig ist es meine Pflicht sie zu stärken und ihnen zu zeigen, daß doch alles in Ordnung ist! Dabei ist es nicht so und ich weiß es! Aber wer möchte dies seinen Kindern ins Gesicht sagen. Ich nicht! Die Welt dreht sich weiter und noch vor dem ersten Kaffee habe ich mich ausgeweint, meine Schultern gestrafft und bin lächeln in die Kinderzimmer marschiert. Auf eine möglichst schonende Art habe ich es ihnen erzählt und egal wieviel Mühe ich mir gab es ihnen schonend beizubringen, sind sie trotzdem mit hängenden Schultern in die Schule gegangen.

Die Stadt ist grau heute!

Heute Morgen war die Stadt grau! Die Wolken schienen zu spüren, wie es uns geht. Die Welt ist leiser geworden, so kommt es mir vor. Ahnungslos und verloren liefen alle durch die Straßen. Hier und da hörte man immer die selben Worte :” Schrecklich sowas, aber es war doch zu erwarten!” – Schade, dass es zu erwarten war und furchtbar!!! Ich habe aber auch das Gefühl, dass die Berliner etwas näher gerückt sind. Keiner will sich seine Freiheit nehmen lassen. Man will weiter machen, sozusagen wieder auf Pferd steigen! Das tut irgendwie gut!

Gedächtnis Kirche

Wir beten alle für die Familien der Opfer und sind in unseren Gedanken bei ihnen. Dies wird kein Fest sein für die Angehörigen und die Gedächtniskirche immer ein Ort der Trauer!

Berlin – Wir sind Berlin!

Die Mutterstadt hat einen Schnitt bekommen, mitten ins Gesicht! Einfach so, unerwartet, an einem sonst so friedlichen Abend. Der Schnitt wird heilen, aber es wird für immer eine Narbe bleiben! #prayforberlin #ichbineinberliner #prayforpeace

Berlin